Grand Slam: Große Party im ISS Dome

Der erste Judo Grand Slam in Deutschland ist vorbei. Düsseldorf war vom 23.-25.02.2018 Austragungsort dieses Sport-Highlights und der ISS Dome im Stadtteil Rath für alle Fans, Athleten und Judobegeisterte der Judotempel.

26.02.2018 von [Lino Hermanns]

Tolle Stimmung in der Halle

Mit den steilen Tribünen und der Nähe zu dem Matten und somit zum Wettkampfgeschehen kam im ISS Dome richtig Stimmung auf. Die Sicht ist von allen Plätzen uneingeschränkt gewährleistet und so konnten die Fans sich voll und ganz darauf konzentrieren, Stimmung zu machen und die Athleten zu unterstützen.

Dort wo normalerweise die Düsseldorfer Eislauf-Gemeinschaft (DEG) ihre Heimspiele austrägt und Künstler wie die Toten Hosen oder Peter Maffay auftreten, konnten am vergangenen Wochenende die Judoka und ihre Community zeigen, wie man richtig Stimmung macht. Gerade am Samstag und Sonntag haben die Judofans aus Deutschland und der ganzen Welt dafür gesorgt, dass aus dem ISS Dome ein Hexenkessel wurde.

Anfeuerung für Bronzemedaillengewinnerin Szaundra Diedrich

Dieser sportlichen Großveranstaltung ging eine lange und intensive Vorbereitungs- und Planungsphase voraus und die gesamte Organisation des Events durch die hauptamtlichen und ehrenamtlichen Mitarbeiter war ein gemeinsamer Kraftakt. Der Deutsche Judo-Bund (DJB) hat einmal mehr gezeigt, dass er und sein riesiges Helferteam zurecht die ehrenvolle Aufgabe bekommen haben, eines der größten Judoevents der Welt auszurichten.

Leben für den Judosport

Am Donnerstagmorgen war im ISS Dome noch nicht zu erkennen, dass am nächsten Tag ein großes Judoturnier stattfinden würde. Keine 24 Stunden später waren hunderte Judomatten gelegt, viele Kilometer Kabel verlegt, Siegerpodeste aufgebaut und aus der Halle wurde ein Judotempel. Die perfekte Show für Fans und Zuschauer konnte beginnen. Was nach außen als selbstverständlich wahrgenommen wird, bedarf hinter den Kulissen unglaublich viel Vorbereitung, Engagement, Schweiß und Teamwork.

Ein großer Teil der beteiligten Personen arbeitet ehrenamtlich. Sie geben vor, während und nach dem Grand Slam 100% und nehmen zum Teil sogar Urlaub – positiv verrückt muss man da schon sein! Die Familie rückt zeitweise in den Hintergrund oder es werden Nachtschichten in der Halle geschoben. Sportveranstaltungen, egal ob im kleinen oder großen Rahmen, leben vom ehrenamtlichen Engagement und dem Enthusiasmus der beteiligten Helfer. Sich Jahr für Jahr in diesem Maße einzusetzen und zu einem guten Gelingen beizutragen ist nicht selbstverständlich.

Fleißige Helfer vor der Tatami

Vom Kopierdienst über die Körbchenträger bis hin zu den DJB-Juniorteamern ist jede einzelne Person wichtig. Der Deutsche Judo-Bund e.V. (DJB) bedankt sich deshalb bei allen Heferinnen und Helfern für ihren Einsatz beim Judo Grand Slam 2018 in Düsseldorf. Trotz anderer Location und vielen Neuerungen griff ein Zahnrädchen in das andere und auftretende Probleme wurden gemeinsam gelöst. Ohne die ehrenamtlichen Helfer würde diese Veranstaltung so nicht funktionieren.

Stars zum Anfassen

War Justin Bieber zu Gast im ISS Dome? Nein, der Ansturm vor den Tribünen lag einzig und alleine an der Autogrammstunde der deutschen Judoka. Nachmittags wurden die Pausen zwischen Vorrunde und Finalblock unter anderem dazu genutzt, eine Autogrammstunde für Judofans zu organisieren. Der wichtigste Faktor bei einem Heim Grand Slam sind natürlich die deutschen Athleten. Stars zum Anfassen für Groß und Klein. Von den Kindern und Jugendlichen als Vorbilder bewundert, von den Älteren für ihre herausragenden Leistungen respektiert. Und eines verbindet sie alle – die Liebe zum Judosport!

Großer Andrang bei der Autogrammstunde

Um den Fans für ihre Unterstützung zu danken, standen die Athleten der Nationalmannschaft an allen drei Wettkampftagen für Autogramme und Selfies zur Verfügung. Der Ansturm auf die Athleten war riesig und sie kamen mit dem Autogramme schreiben nicht hinterher. Trotz Verletzung waren auch Weltmeister Alexander Wieczerzak und die Olympiadritte Laura Vargas Koch vor Ort und nahmen sich ebenso wie die anderen Athleten viel Zeit für die Fans.

Vielen Dank für euren Einsatz auch abseits der Tatami!

Zweimal Bronze und ein Novum beim Grand Slam

Das deutsche Team ging mit einer guten Mischung aus Jung und Alt beim Grand Slam in Düsseldorf an den Start und konnte letztendlich zwei Bronzemedaillen gewinnen. Dominic Ressel und Szaundra Diedrich haben sich für ihre guten Leistungen belohnt. Andere Athleten waren nah dran an einem Podestplatz, mussten sich aber letztendlich im Kampf um Platz drei geschlagen geben. Zu nennen ist hier beispielsweise die erst 18-jährige Samira Bouizgarne, die sich im internen Duell gegen Jasmin Külbs durchsetzen konnte und dann ihren entscheidenden Kampf durch Bestrafung verlor. Johannes Frey begeisterte das Publikum am Sonntag mit seinem explosiven Kampfstil und einem tollen Ippon gegen den Ukrainer Oleksandr Gordiienko.

Und dann gab es noch ein Novum in der Geschichte des Judo Grand Slam. Erstmals gab es einen doppelten Hansoku-make und die beiden Japaner  Hisayoshi Harasawa und Takeshi Ojitani bekamen beide die Silbermedaille. Gold wurde in der Gewichtsklasse +100 kg nicht vergeben und es wurde keine Nationalhymne gespielt.

 

Der erste Judo-Grand Slam in Düsseldorf hatte viele spannende Momente zu bieten und war für Athleten, Zuschauer, Fans und auch die Organisatoren eine tolle Veranstaltung. Am heutigen Montag spielt übrigens Peter Maffay im ISS Dome. So schnell wird aus dem Judotempel wieder eine Konzerthalle.  

Hier einige Impressionen zum Wochenende. Galerien zu den ersten beiden Tagen sind zu finden unter http://www.judo-grandslam.de/medien/foto-galerien/ . Fotos vom letzten Wettkampftag folgen.